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Zeitschrift für Meditation, Kreativität und Heilung 
  seit 1999 | Auflage: 17.000 | kostenlos | zweimonatl. | Vertrieb: Sachsen+Thüringen+Sachsen-Anh.+Brandenburg | Auslage & Abo  
   
   Aug/Sep 2019
   
Editorial der Printausgabe
 
   

  

Liebe Leser,
  
bevor ich das Editorial schreibe, verbinde ich mich gern mit umfassenderen Dimensionen und auch Wesenheiten – mit der Frage, welche Worte, welche Informationen und Hinweise zum jeweiligen Thema gerade gebraucht werden – für Sie als Leser und um unser kollektives Bewusstsein zu weiten, zum Wohle des Ganzen.

Diesmal habe ich die Schamanen darum gebeten mir zu zeigen, was sie aktuell für besonders wichtig halten. Und ich bekam ein Draufblick-Bild gezeigt, von einer Umgebung, wo alles lebendig ist, verwoben in einem Gesamtorganismus (ich als Betrachter auch inbegriffen) – nur die kleinen Menschen liefen isoliert herum. Jeder mehr oder weniger für sich, selbst untereinander gab es wenig echte Verbindung. Dabei schien jeder in einer, seiner, kleinen Blase verhaftet – isoliert in der eigenen Vorstellung von der Welt, mit begrenzten Sinnen, ohne die Umgebung wirklich wahrzunehmen, ja noch nicht einmal vermutend, dass es außerhalb noch etwas geben könnte, was noch dazu so riesig, unendlich und sehr lebendig war.
Aber alles um sie herum nahm diese kleine Menschen wahr, die geschäftig umherliefen …

       

Gundula Zeitz
   
  

 
 

   
Im Draufblick war es lustig zu beobachten, wie sie in dieser absurden, abgegrenzten Art und Weise ihr Leben führten und das offenbar für gut und richtig befanden. Gleichzeitig war es auch bedauernswert. Aber immerhin: obwohl die Menschen es selbst nicht wahrnahmen, so waren sie trotzdem inbegriffen in diesem großen, unendlichen Gesamtorganismus.

Als Zweites fragte ich danach, was das Potential und beste Ergebnis dieser Ausgabe sein könnte. Was möglich wäre, wenn wir unsere Blasen auflösen und unsere Wahrnehmung ausweiten würden. Und ich spürte in mir eine immense Kraft und Größe, ein unendliches schöpferisches Potential, was sich aus dem Fallenlassen der Abtrennung und dem Bewusstmachen des Verbundenseins, des Einsseins, ergab.

Im Gegensatz zum hierzulande häufig anzutreffenden Verständnis von Religion und Spiritualität, was auf etwas Jenseitigem, von irdischen Dingen und Abläufen Losgelöstem, „Höherem“ beruht, schloss dieses von Schamanen gezeigte Einssein die gesamte Natur, das gesamte Leben ein, es gab keine Bewertung und Trennung von „Irdischem“ und „Himmlischem“.

In unserer Kultur ist die Wahrnehmung der Welt durch verschiedene Einflüsse begrenzt worden und viel Wissen ist verloren gegangen bzw. wurde eher geheim nur durch wenige Menschen weitergegeben. Sei es durch die Inquisitions-Verfolgung von Menschen, die sich mit Energien, Naturheilkunde, Zusammenarbeit mit geistigen Wesenheiten etc. auskannten, oder von weisen Menschen und Bräuchen aus älteren Zeiten, die vom Christentum bekämpft und vom Atheismus belächelt wurden. Oder seien es tiefsitzende kollektive Ängste vor der Natur, aus Zeiten, als die Menschen noch Naturgewalten wie Dürreperioden, Überschwemmungen etc. hilflos ausgeliefert waren – was auch immer die Ursachen waren: wir leben heute in einer sehr kleinen Wirklichkeit und stoßen zunehmend an die Grenzen dieser Abtrennung von all den anderen Wirklichkeiten bzw. dem unendlichen Ganzen oder der ganzen Unendlichkeit.

Mittlerweile wächst das Bewusstsein dafür und es ist Zeit, unseren Blick zu weiten und die Verbindung bewusst zu leben. Dabei können Schamanen und ihre zeitlosen Weisheiten und Erfahrungen uns eine große Hilfe sein.
Nutzen Sie dazu die Anregungen und Angebote in dieser Ausgabe!
   

Mit herzlichen Grüßen

Gundula Zeitz

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