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Zeitschrift für Meditation, Kreativität und Heilung 
  seit 1999 | Auflage: 17.000 | kostenlos | zweimonatl. | Vertrieb: Sachsen+Thüringen+Sachsen-Anh.+Brandenburg | Auslage & Abo  
   
   April/Mai 2019
   
Editorial der Printausgabe
 
   

  

Liebe Leser,
  
nicht jeder von Ihnen hat gerade kleine Kinder, ist schwanger oder bereitet sich auf eine künftige Elternschaft vor. Manche haben bereits erwachsene Kinder, andere sind Großeltern. Wiederum andere haben gar keine Kinder, aus verschiedenen Gründen. Und doch ist diese Ausgabe für Sie alle gedacht.

Kinder sind die Zukunft – von uns allen. Und jeder trägt auf seine Weise etwas dazu bei, wie sie heranwachsen. Der eine sorgt ganz unmittelbar in der Familie für sie, andere vielleicht durch ihre Arbeit. Aber alle tragen wir dazu bei, wie z.B. die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sind, indem wir uns für eine bestimmte Politik entscheiden und Steuern zahlen, mit denen Schulen u.a. finanziert werden.
Und alle haben einen Einfluss darauf, wie wohl sich Kinder und deren Eltern in der Öffentlichkeit fühlen. Wie begegnen wir ihnen im Mietshaus, auf der Straße, im Café, im Wald? Ignorieren wir sie, beschweren wir uns oder schenken wir ihnen ein Lächeln und eine hilfreiche Hand, wenn sie dies suchen?

       

Gundula Zeitz
   
  

 
 


Welche Geschichten über Kindheit und Geburt erzählen wir und beeinflussen damit künftige Eltern? Machen wir ihnen Angst oder ermutigen wir sie, vielleicht ganz neue Wege für und mit ihren Kindern zu gehen, anders als es bisher üblich war? Ganz deutlich zeigt sich dies z.B. bei der Geburt, der in dieser Ausgabe viele Beiträge gewidmet sind. Ist unsere aktuelle angstgeprägte und medizinische Geburtskultur wirklich das Beste für unsere Kinder oder können wir gemeinsam dafür sorgen, dass Kinder künftig auf sanfte, entspannte Weise erste Eindrücke von dieser, unserer Welt sammeln, statt von Schmerzmitteln der Mütter und Operationen beeinträchtigt, noch zu erschöpft für neugierig-freudige Blicke zu sein?
Wir alle, jeder auf seine Weise, haben die Möglichkeit, zu Veränderungen beizutragen – und können damit jederzeit bei uns selbst anfangen. Denn jeder von uns war schon einmal ein Kind und hat den mütterlichen Bauch verlassen. Gibt es aus dieser Zeit noch unaufgearbeitete schlechte Erfahrungen, die unser Verhalten den Kindern von heute gegenüber beeinträchtigen?

Sie können diese Ausgabe aus ganz verschiedenen Blickwinkeln lesen und werden sicherlich jedes Mal etwas Neues für sich und über sich entdecken.
Geben Sie die Zeitschrift gern auch weiter, um mit anderen darüber zu reden – in der Familie, im Freundes- oder Kollegenkreis. Zu diesem Thema hat bestimmt jeder etwas zu sagen und freut sich über Austausch und vielleicht auch darüber, Neues zu lernen. Auf diesem Weg können wir alle etwas dazu beitragen, den Start ins Leben für unser aller Kinder immer besser zu gestalten – und damit auch uns selbst etwas Gutes tun.
  

Mit herzlichen Grüßen

Gundula Zeitz

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