>> zur Startseite
   
Zeitschrift für Meditation, Kreativität und Heilung 
  seit 1999 | Auflage: 17.000 | kostenlos | zweimonatl. | Vertrieb: Sachsen+Thüringen+Sachsen-Anh.+Brandenburg | Auslage & Abo  
   
   Dez/Jan 2018/19  

  
  
Leiden schaf(f)t Beziehungen
 
von Kathrin Kain und Dietmar Förste

  

Unser früh erlittenes Leid schafft unser späteres Leiden in all unseren Beziehungen. Doch besonders in unseren Liebesbeziehungen, in unseren "großen Lieben" finden wir niemanden anderes als uns selbst wieder. Wir verlieben uns in Menschen, dessen unbewusste Informationen am ehesten den unseren entsprechen.

Wir verlieben uns immer in uns selbst.

Auf unserer Suche nach der großen Liebe, sind wir getrieben von unseren Sehn-Süchten.

Wir wünschen uns bewusst „einen lieben, großzügigen Mann“,
eine „verständnisvolle, warmherzige Frau“…

eine bedingungslos liebevolle Beziehung,

unbewusst zieht es uns „zu einem autoritären, machhungrigen Geizhals“,
zu einer „keifenden, kontrollierenden Besserwisserin“…

in eine Beziehung voller Bedingungen.

Warum ist das so?

Nun. Fangen wir bei den beiden Weisheiten an, die wir mit großer Wahrscheinlichkeit alle kennen:
 
 „Gleich und gleich gesellt sich gern“
Menschen mit gleichen Hobbys, Ideologien,
(Kompensationen, wie gleichen Süchten, gleiche Zwänge, gleiche Ängste, gleiche Sorgen…
Zwei Fußballfans, zwei Raucher, zwei Sportler, zwei Kinoliebende, zwei Modebegeisterte, zwei Studienkollegen, zwei Parteigenossen, zwei Ökofreaks, etc.)
Menschen, die sich in ihren gemeinsamen Freuden und Interessen, in ihren „Leidenschaf(f)ten“ wiederfinden …

 

Kathrin Kain und Dietmar Förste

  
Dietmar Förste und Kathrin Kain

Katrhin Kain: Heilpraktikerin für Psychotherapie, Psychologisches Kartenlegen
www.kain-förste.de

Dietmar Förste - Institut für alternative Wege zur Erhaltung der Gesundheit: Psychologische Beratung und Hypnose
Leipzig, Tel. 0172 / 82 00 436
www.institut-foerste.de

Um andere Menschen auf ihrem Weg zu wahrhaftiger Selbsterkenntnis zu unterstützen, nutzt Dietmar Förste Hypnose, eine leichte Trance, die uns einen Zugang zu unserem Unbewussten öffnet. Dabei können ungute Gefühle im Unbewussten (vom Bewusstsein unterdrückt, verleugnet, abgespalten, etc.) erkannt werden, im Unbewussten verstanden werden und mit Hilfe des Hypnotiseurs in gute Gefühle gewandelt werden.
Er bezeichnet seine Arbeit deshalb auch als
Ent-Hypnotisierung
und hat sein neues interessantes Buch zu den Erfahrungen und Erkenntnissen seiner langjährigen Tätigkeit (verfasst mit Kathrin Kain) ebenso genannt:
"Ent-Hypnotisierung von begrenzenden Massenhypnosen", siehe hier
   

  
Zwei leidenschaf(f)tliche Theaterbesucher, zwei leidenschaf(f)tliche Fußballfans,
zwei leidenschaf(f)tliche (Wein)Trinker, Esser, Raucher…

oder,

„Gegensätze ziehen sich an“
Menschen, die scheinbar gegensätzlicher nicht sein können.
Menschen mit scheinbar gegensätzlichen Charaktereigenschaften und/oder Ideologien…

Worin liegt denn jetzt die Magie in beiden dieser „gelingenden Beziehungs-Grundlagen“?
Schließt Ersteres nicht Letzteres aus?
Nein. Tut es nicht.

Beiden Weisheiten liegt im Unbewussten die gleiche Ursache,
der gefühlte Liebesmangel,
zugrunde,
der mittels der Beziehung ausgeglichen, überdeckt, bzw. aufgefüllt
und damit abgewendet werden soll.

Ursache und Ziel sind bei beiden Kombinationen das Gleiche:
Die Sehn-Sucht nach der bedingungslosen Liebe,
die Sehn-Sucht,
so,
wie man ist,
ohne Bedingungen,
richtig und „des-liebens-wert“ zu sein.

Die Sehn-Sucht,
die große Liebe…

die große Liebens-wertigkeit
„endlich und für immer vom Partner zu bekommen“.

Im zweiten Fall werden die Kompensationen, Süchte, lediglich an den gegensätzlichen Polen ausgelebt:

Der Alkoholiker und die Retterin/Helferin,
der gefahr-suchende/liebende Motorradfahrer,
die Ängstliche, die vor Gefahr bewahren/erretten möchte,
die Laute und der Leise,
der Fremdgeher und die Eifersüchtige,
der Lockere und die Kontrollierende (sich Sorgende),
der aggressive Schläger und die unterwürfige Geschlagene,
der Täter und das Opfer…

Auch diese Liste ist endlos.

Meist nähren sich (Liebes-)Beziehungen aus einer Mischung von vielen Kompensationsmustern und Süchten aus beiden Gruppen, wobei manche mehr hervortreten als andere, die meisten jedoch gänzlich unentdeckt vom Bewusstsein aus dem Unbewussten heraus wirken.

„Ich meine es doch nur gut“
„Ich mache mir doch nur Sorgen“
„Ich muss doch auf dich aufpassen“
„Ich will dir doch nur helfen“
„Ich will dich vor Schlimmeren bewahren“
„Ich muss sie beschützen, erretten“
„Ich sterbe (aus Liebe um dich) fast vor Angst“
„Ich muss wissen, wo du bist, was du gerade machst, wie es dir gerade geht“
„Ich habe es doch nicht besser gewusst“…

Ja. Wir wissen es immer noch nicht besser, wir lernen nichts dazu.

So, wie es unsere Eltern mit uns stets gut meinten, so wie es unsere Eltern nicht besser wussten und heute noch nicht besser wissen.

So tragen auch wir unser Un-wissen
über unsere un-bewussten „Leidenschaf(f)ten“
in unsere Liebes-Beziehungen
und über unsere Kinder und Kindeskinder
in die nächsten Generationen.

Warum können wir es nicht endlich besser wissen?

Ganz einfach:
Weil wir über uns selbst so gut wie nichts wissen.
Weil wir uns selbst nicht kennen.
Wir wissen nicht, wer wir sind, was uns treibt und was wir tun.
Wir wissen nicht, was unser Leiden schaffte, wir wissen nicht, mit was wir (vorwiegend unbewusst) Leiden schaffen werden.
Wir haben die allergrößte Angst, uns selbst zu erkennen.
Kaum etwas auf der Welt erfordert so viel Mut wie echte Selbsterkenntnis.

Uns im Bewusstsein „zu kennen“, scheinbar genau so zu sein, wie es die jeweilige Gesellschaft verlangt, wie es Mutter und Vater erwünschten und einforderten, so zu sein, wie wir uns selbst gern sehen wollen…
Das alles reicht nicht um die Wahrheit zu sehen.

Wir können uns über unser Bewusstsein,
über unser Wünschen und Wollen,
nicht
aus diesem Dilemma befreien.

Der Mensch kann sich nicht über sein Wollen, „mit Absicht“ verlieben.
Liebe ist ein Gefühl und Gefühle sind zu über 99,999 Prozent im Unbewussten zu Hause.
Genauso wenig gelingt es uns, jemanden der uns Liebes-Kummer zufügt, „mit Absicht“ einfach nicht mehr lieben zu müssen bzw. zu können.
Wäre das möglich, gäbe es schlichtweg keinen Liebeskummer.
Ohne Liebes-Kummer wäre die Welt um viele Streitereien, wäre um viele Gräueltaten, um viel Leid, Mord und Totschlag ärmer.
Die Welt wäre ohne Liebes-Kummer zweifelsfrei eine bessere.

Es sind vor allem jene Gefühle, deren wir uns nicht bewusst sind, die unser aller Leben steuern.
Gefühle, die verdrängt und/oder abgespalten, aus dem Unbewussten heraus ständig wirken, mit denen wir unser Umfeld informieren, mit denen wir in Resonanz gehen.
Im Zustand der Verdrängung ist das eigene Leid für das Bewusstsein nicht mehr existent.

Es wirkt dennoch in der Ventilfunktion aus dem Unbewussten heraus
und wird über Projektion und Übertragung ausgelebt.

„Schuld (an unserem Leid) haben immer die anderen“…

Wie entstehen diese Gefühle?
Wie wurden wir zu dem fühlenden Wesen, was wir sind?

Warum können wir nicht einfach für immer glücklich sein wollen?
Was passiert im Unbewussten?
Welche Gefühle arbeiten „immer wieder gegen uns“?

Die ersten großen Gefühle bekommen wir
spätestens bei unserer Zeugung
von unseren Eltern übertragen.
Auch die Liebe.

Doch mit keinem anderen Menschen sind wir jemals wieder so intensiv verbunden,
wie mit unseren Müttern.

Es gibt keine intensiveren Bindungen und Übertragungen
zwischen zwei Menschen
als die Verbindung zwischen Mutter und Kind.

Die erste große Liebe
im Leben eines jeden Menschen-Kindes
ist seine Mutter.

Diese erste Liebesbeziehung legt die Grundinformation für alle späteren Beziehungen. Besonders unsere Mütter, und folgend alle anderen engen Bezugspersonen, machen uns unbewusst zu dem, was wir sind. Unabhängig davon, was wir uns später bewusst in unseren Beziehungen wünschen oder wollen, es werden ein Leben lang diese wirkungsvollen unbewussten Informationen sein, die uns mit enormer Übermacht und mit einer hohen Treffsicherheit durchs Leben manövrieren. Denn … uns steuern unsere unbewusst übertragenen, unsere antrainierten, erlernten Gefühle.  
Haben wir in der Kindheit gelernt, Liebe mit Leid zu koppeln, „suchen“ und finden wir später immer wieder unbewusst dieses Resonanzmuster.

„Was glaubst du, war der erste Gedanke, den deine Mutter dachte, als sie erfuhr,
dass sie mit dir schwanger ist?“
H.-J. Maaz, Psychotherapeut

Wir Menschen,
stets auf der Suche nach der großen Liebe,
leiden -vor-, -in- und besonders -nach- einer Beziehung.

Deshalb bleiben sehr viele Menschen lieber in ihren leidvollen Beziehungen oder wünschen sich diese zurück, wählen das kleinere Übel. Wir leiden (gern), weil das Leiden zu uns gehört.

Egal, was unsere Mütter oder Bezugspersonen WOLLTEN, oder gut meinten, oder nicht besser konnten ...
wir können niemals anders sein, wir sind so, wie sie uns "informierten". 
Wir leiden, weil sich im Unbewussten das Leid und der Kummer "richtig anfühlen".

Aus diesem Grund wird unsere Partnersuche bewusst zur "Rettersuche",
unbewusst jedoch zur "Leidensgefährten-Suche".
Bewusst soll endlich jemand heilen, was schon so lange schmerzte.
„Sie fühlt genau wie ich“, „Er spricht aus, was ich denke“.
Genau das, was sich so „richtig“, so „seelenverwandt“ anfühlt,
wird uns bei diesem unbewussten Mechanismus zum Verhängnis.

Denn die Tatsache, dass sich zwei Liebende besonders auch in ihren
Leidensmustern ähneln, anziehen und finden, führt die großen Gefühle der „großen Lieben“ in den Schmerz.
Zwei leidende Liebende füllen sich gegenseitig ihre unbewussten Speicher mit Kummer. Es entsteht erneuter LIEBESKUMMER, und vor allem nach einer Trennung ist das Leidkonto bei beiden wieder weiter angewachsen. In der Regel schafft es einer von beiden eher, sich in eine neue Beziehung „zu retten“.
Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass jeder Trennung der Kummer, das Leiden in der leidvollen Beziehung, schon vorausgeht.

Keiner flüchtet aus einer „gesunden Beziehung“.

Selbst so manch tief trauriger Verlassener ahnt, dass etwas in der Beziehung nicht stimmte,
dass sie kränkelte…
dass sie beide krank machte…

Dennoch halten wir an unseren „Rettungsversuchen“ fest, weil sie unserer verletzten Seele einen Sinn geben. Es könnte alles so schön sein, wenn… doch der andere ein bisschen anders wäre…
Doch die wirkliche Frage, im kaum aushaltbaren Schmerz des Liebeskummers, ist: Wie gut ist der Mensch jetzt in der Lage, sich abzulenken, zu kompensieren, zu ignorieren oder Ablehnungsgefühle auszuhalten?
Welche antrainierten/erworbenen Sehn-Süchte helfen der/dem Leidenden noch, den Schmerz zu verdrängen? Spätestens bei der Trennung merkt der Mensch, dass die Zeit nicht alle Wunden heilt. Sie kann lediglich helfen, das Leid wieder tiefer ins Unbewusste zu verdrängen.

Doch es verschwindet nicht. Das Unbewusste ist ein riesiger Datenspeicher, es vergisst nichts, es löscht nichts… und: es ist groß genug, dass es sich das leisten kann.

Alles, was wir erleben, jede Information, wird in Form von Gefühlen im Unbewussten gespeichert. So sammeln wir im Laufe unseres Lebens immer mehr Leid an, welches von der Psyche mit immer stärkeren Abwehrmechanismen verdrängt werden muss, um im Bewusstsein nicht spürbar zu sein.
Damit steigt unser unbewusster Druck, es fühlt sich an, „als droht der Kessel irgendwann zu explodieren“. Deshalb suchen wir unbewusst nach „Druckabbau“, nach „Ventilfunktionen“.
Ventile sind all unsere Süchte, all unsere Kompensationen, all unsere Zwänge (sich zwanghaft sorgen, Waschzwang, Kontrollzwang), unsere Ängste (Fahrstuhl, Autobahn, Spinne, Sozialphobie, etc.), die meisten körperlichen und seelischen Krankheiten.
Gerade das „lange, unaufhörliche, seelische Leiden“ kostet viel Kraft und zeigt sich mit zunehmender Freudlosigkeit, Lustlosigkeit, Antriebslosigkeit, Schlaflosigkeit…
zeigt sich in den typischen „Losigkeits-Symptomen“ einer Depression.

Besonders in der Akutphase des (erneuten) Liebeskummers wird deutlich, dass das „lange Leiden“ jetzt nicht mehr durch aktiven Beziehungsstress (als Ablenkung vom eigentlichen Leid), durch aktiven Spaß und/oder Konsum verdrängt werden kann.

Wichtig ist deshalb, zu verstehen, dass Ventilfunktionen immer nur bedingt und kurzzeitig „helfen“. Gerade die Süchte muss der Mensch „pflegen und hegen“, damit sie schmerzstillend wirken können.
Nimmt uns jemand unsere Sucht weg
(dazu zählt auch die Streit-Sucht, von der wir im Bewusstsein immer beschwören würden, dass wir sie niemals haben wollen),
brauchen wir dafür schnell eine Neue.

Der "glückliche" Nichtraucher trinkt jetzt (ein bisschen) mehr, der trockene Alkoholiker raucht anstelle dessen, trinkt literweise Cola oder Kaffee, beruhigt sich mit Tabletten und/oder isst (ein wenig) mehr als ihm gut tut. Das kleine Moppelchen von einst, "heilt" seine Seele durch Magersucht. Wir jonglieren mit unseren Süchten und merken nicht, dass es immer nur um den einen großen Mangel in uns geht: Uns fehlt es an den großen Gefühlen, bedingungslos geliebt und richtig zu sein. 
All die an uns gestellten, antrainierten Bedingungen, (damit wir Liebe „verdienen“), fordern wir später im Leben von unseren Partnern ein.

Eifersucht
Herrschsucht
Ordnungssucht
Kontrollsucht
Streitsucht
Kaufsucht
Alkoholsucht, Nikotinsucht
Vergnügungssucht
Sexsucht…

Aus der sehn-süchtig erhofften bedingungslosen Liebe
zeigt sich eine von Süchten durchzogenen Liebesbeziehung
voller Bedingungen.

Die Botschaft, besonders in unseren Liebesbeziehungen, ist mehrheitlich so, dass der andere „nur so oder so sein sollte“, oder man selbst „so oder so sein/dienen, retten muss“, damit es uns selbst, oder der/dem anderen gut geht. Unter diesem Aspekt verwundert es nicht, dass jede „große Liebe“ gleichzeitig auch unser (ehemaligen) Bezugspersonen-Leidkonto triggert und auffüllt. Starker Liebeskummer ist ein Zeichen, dass der Topf mit all dem gesammelten Leid randvoll ist, bzw. überkocht. Es ist ein Zeichen, dass all die Ablenkungsmanöver (unserer Gesellschaft) nicht mehr wirken. Kein "wird schon wieder", kein Schulterklopfen, keine Arbeit, kein Weltmeister sein, kein Urlaub, kein Tanzen, kein Auto, kein Haus, keine Zeit ... All diese Rat-Schläge können wieder nur in die Verdrängung führen. Es gilt, diese Kopplungen in sich zu erkennen, die alten Wunden im Unbewussten zu heilen. Die Lösung liegt darin, unbewusstes, an das Gefühl der Liebe gekoppeltes Leid, aufzulösen. 
Das Unbewusste braucht Hilfe, damit es lernen kann, Liebe mit Freude und Glück zu verbinden.

Im Liebeskummer spiegelt sich unser unbewusst "richtiges" Gefühl,
durch das Leiden wahrhaft zu lieben,
wider ...

Die Annahme lautet: Wer nicht eifersüchtig ist, wer seinen Partner nicht kontrolliert (ich muss doch wissen, wie es ihm geht und wo er mit wem ist), wer sich „nicht genügend Sorgen macht“, der liebt nicht „richtig“.

Sich sorgen, kontrollieren, eifersüchtig sein…
das sind alles andere als „liebevolle Eigenschaften“, alles andere als ein liebevoller Umgang, alles andere als „ein Zeichen von wahrer Liebe“, es sind in der Regel, nicht mehr, aber auch nicht weniger, als riesige Verlustängste, die wir durch den „Aktionismus in der kaputten Beziehung“ zu verdrängen versuchen.

Diese offensichtliche Fehlannahme wird jedoch innerhalb der Liebes-Leidens-Genossen-Hypnose nicht erkannt. Die Suggestion lautet:

„Nur weil ich so sehr leide, liebe ich auch wahrhaftig!“

Erst von dieser Suggestion befreit, ent-hypnotisiert, kann der Mensch das unermüdliche, aktive Treiben in zermürbenden Partnerschaften, als das erkennen, was es in Wahrheit ist,
nämlich ein „gegenseitiges Umerziehungslager“ in dem beide unermüdlich versuchen, aus dem anderen genau den Partner zu machen, der man selbst gern sein möchte.

Deshalb verliebt sich unbewusst jeder Mensch in den "Richtigen", in die „Richtige“.
Der bewusste Wunsch, sich endlich in jemanden „liebevolles“, also jemanden, der „voll mit Liebe ist“, zu verlieben, ist verständlich, doch können wir Liebe nicht mit unserem Wollen „zu diesem liebevollen Menschen“ steuern, der wir selbst im Inneren nicht sind.
Noch einmal: Unbewusst „suchen und finden sich immer die Richtigen“!
Bewusst bekommen wir Menschen ja nicht mal eine Gänsehaut hin.
Die Liebe, die Schmetterlinge… und alles, was dazu gehört, das Verlieben und das Entlieben werden vom Unbewussten gesteuert.
Wir können jemanden nicht (mehr) lieben wollen, „nur“ weil uns zum Beispiel unsere Eltern diese Beziehung verbieten, wir können uns nicht einfach so „von jemanden ent-lieben“ weil dieser Mensch offensichtlich nicht gut zu unseren Kindern ist, wir können nicht einfach so von jemanden los-lassen, der uns vielleicht beleidigt, schlägt und tritt…
Wir können nicht einfach „nicht mehr lieben wollen“, wir können nicht einfach gehen, wenn es schmerzt.
Liebe ist keine Willensentscheidung. Liebe ist auch keine Zauberei. Liebe ist ein Gefühl. Liebe passiert unbewusst, aus unseren eigenen unbewussten Resonanz-Mustern heraus.
Echtes Los-Lassen kann niemals eine Willensentscheidung sein.
Echtes Los-Lösen von alten Mustern kann nur durch das ändern der Gefühle im Unbewussten erfolgen. Nur Selbsterkenntnis im Unbewussten und Veränderung im Unbewussten kann uns aus diesem Dilemma führen.
Ändere dich selbst (im Unbewussten) und du wirst deine „Selbst-Liebe“, deine „Liebens-Wertigkeit“ und damit deine (Liebes-)Beziehungen verändern. Ändere dich selbst und du wirst die Welt verändern. Alles beginnt bei uns selbst. Wie im Kleinen, so im Großen.

Wenn wir erkennen,
dass "der/die andere"
es wieder einmal SCHAFFTE, uns LEIDEN zu lassen,
dann ist das ein ausgezeichneter Gradmesser dafür,
wie viel Leid wir selbst in uns haben.

Das Unbewusste arbeitet nicht logisch. Es führt aus, was es gelernt hat. Und das von der ersten Sekunde unserer Zeugung an. Die meisten Menschen auf dieser Welt haben unbewusst nicht die geringste Ahnung, wie sich „glücklich sein“ anfühlt.

Bewusst können wir alle herbeten, besser wünschen und wollen ...
doch bevor das in Erfüllung geht, müssen wir unbewusst erst einmal (lieben) können.