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Zeitschrift für Meditation, Kreativität und Heilung 
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   August/September 2018  

  
  
  
"Chinese Image-Medicine" –
Das unbekannte Potential der Traditionellen Chinesischen Medizin
 

von Dipl.-Phys. Jörg Hippe
Deutscher Verband für Zhong Yuan Qigong

  

"Wenn wir versuchen das Wesen des (menschlichen) Lebens ganzheitlich zu beschreiben, kommen wir unweigerlich zu der Erkenntnis von drei Ebenen aller Existenz: Materie, Energie und Information (oder Geist). Um ein glückliches und gesundes Leben zu ermöglichen, müssen alle diese drei Ebenen harmonisch sein.

Die moderne Schulmedizin spezialisiert sich auf die Behandlung des materiellen Körpers, lässt aber in den meisten Fällen die zwei restlichen Ebenen außer Acht. Die populär werdenden fernöstlichen Methoden der Energiearbeit, wie Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und das medizinische Qigong richten ihre Aufmerksamkeit auf die körperliche und energetische ("Qi") Ebene. Religiöse Lehren und moderne Psychologie versuchen die fehlende Komponente - die informelle bzw. geistige Ebene zu decken. Aber selbst wenn alle diese Methoden an sich Erfolg haben, bleibt das Ganze jedoch zerteilt - es gibt nur wenig Lehren, die einen kontinuierlichen und ganzheitlichen Weg der Genesung und Entwicklung für alle drei Existenzebenen gleichzeitig anbieten.

Zu solchen "Großen Schulen" (auf chinesisch - "da fa", als Gegensatz zu "kleinen Methoden" - "xiao fa") gehört Zhong Yuan Qigong (ZYQ). Diese uralte Qigong Richtung ermöglicht die Entwicklung des Menschen vom "einfachen" Gesundwerden bis zur Entfaltung der verborgenen Fähigkeiten und einem Übergang zu einer anderen Lebensqualität sowie einem neuen Verständnis für das Universum und das eigene Selbst, welches bisher ungeahnte Möglichkeiten mit sich bringt.
Den Teil des ZYQ, der die Lehre über Diagnostik und Behandlung von Krankheiten auf allen drei Existenzebenen beinhaltet, bezeichnet man heutzutage als "Chinese Image-Medicine" (CIM)."  (Einführung von Prof. Xu Mingtang)
    

 

Prof. Xu Mingtang
 Prof. Xu Mingtang

Veranstaltungs-Tipp:
Im Oktober 2018 besucht Professor Xu Mingtang Deutschland
und hält Vorträge und Seminare
zur Chinese Image Medicine
und zu Zhong Yuan Qigong
in Dresden, Hamburg und Frankfurt.


Das komplette Programm sowie Möglichkeiten zur Anmeldung finden Sie unter www.zyq108.de

Zhong Yuan Qigong - Verband

   

Neue naturwissenschaftliche Erkenntnisse, wie die in der alternativen Heilkunde angewandte Kirlian-Fotografie, mit der der Energiekörper eines Menschen teilweise sichtbar gemacht werden kann, sowie Ansätze aus anderen Naturwissenschaften, wie z.B. die Arbeiten des Physikers Burkhard Heim in den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts (*1/*2), die uns ein völlig neues Verständnis des Universums und auch der Lebensprozesse eröffnen, unterstützen aus heutiger naturwissenschaftlicher Sicht die Ansätze der etwa 7000 Jahren alten CIM vom Zusammenwirken von Materie, Energie und Information.

Die "Chinese Image-Medicine" ist damit eine der ältesten Zweige der Traditionellen Chinesische Medizin. Im Gegensatz zu anderen Zweigen der TCM, über die es ausführliche historische Niederschriften gibt, basiert die CIM im Wesentlichen auf dem Wissen und den Erfahrungen des chinesischen Arztes Bien Chue und wurde hauptsächlich durch mündliche Überlieferungen der praktizierenden Ärzte und Heiler weitergegeben, wodurch ein großer Teil dieses Wissens verloren ging.

Erst seit Ende des 20. Jahrhunderts wird die "Chinese Image-Medicine" sowie deren Grundlage, das Zhong Yuan Qigong durch Professor Xu Mingtang, Großmeister des Zhong Yuan Qigong und Vizepräsident von "The World Academic Society of Medical Qigong" aus der Vergessenheit geholt, systematisch aufgearbeitet und der Öffentlichkeit zugängig gemacht. Den hauptsächlichen Teil der Forschung leistet dabei das 2008 von Professor Xu Mingtang gegründete Medizinische Institut "Kundawell" in Peking. In den letzten Jahren wurden in mehreren Ländern wie z.B. in Russland, der Ukraine, Lettland und den USA Filialen des Kundawell Forschungsinstitutes gegründet.
In China wurde die CIM 2013 als Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin offiziell anerkannt.

Doch was ist CIM überhaupt?

Image-Medicine bedeutet einfach ausgedrückt Medizin mit Vorstellungsbildern (Images).
Nahezu jeder Mensch verfügt über die Fähigkeit mit Vorstellungsbildern zu arbeiten und die meisten Menschen nutzen diese Fähigkeit auch mehr oder weniger häufig, jedoch meistens unbewusst.
Es ist aber möglich, diese Fähigkeit zu trainieren, um dann bewusst und gezielt Vorstellungsbilder im Leben einzusetzen, z.B. auch zur Diagnose und Behandlung von Krankheiten.

Der in Image-Medicine ausgebildete Arzt oder Heilpraktiker verbindet sich bei der Diagnose mit dem Informationskörper des Patienten und ruft Informationen über die Erkrankung und deren Ursachen in Form eines Vorstellungsbildes direkt vom Patienten ab. Der Arzt oder Heilpraktiker "sieht" damit praktisch die Krankheit des Patienten und nicht nur die Symptome. Das erlaubt eine sehr klare und sichere Diagnose und darauf aufbauend eine gezielte Behandlung.
Bei der Behandlung werden auf ähnliche Weise aber in umgekehrter Richtung Vorstellungsbilder mit für die Heilung notwendigen Informationen vom Arzt oder Heilpraktiker in den Informationskörper des Patienten übertragen und damit der Heilungsprozess ausgelöst. Der Vorteil bei dieser Anwendung ist wiederum, dass gezielt nur solche Informationen übertragen werden, die für den Heilungsprozess sinnvoll und notwendig sind. Ungewollte Fehlinformationen und damit Nebenwirkungen werden weitgehend ausgeschlossen.

Für uns überwiegend materialistisch erzogene und ausgebildete Menschen sind diese Gedanken sicher schwer nachzuvollziehen. Wie können einfache Gedanken und Vorstellungsbilder den Verlauf schwerer Erkrankungen wirkungsvoll beeinflussen?
Und doch sind aus dem Bereich der Psychologie bereits derartige Effekte bekannt. So wurde in mehreren Studien in verschiedenen Ländern festgestellt, dass Patienten, die einer Behandlung positiv gegenüber stehen und einen Behandlungserfolg erwarten, einen schnelleren und günstigeren Heilungsverlauf aufweisen als Patienten, die skeptisch gegenüber einer Behandlung sind und eher keinen Erfolg erwarten.
Die bereits weiter vorn erwähnten Arbeiten des Physikers Burkhard Heim liefern hierfür und auch für die CIM die von der klassischen Medizin geforderten, aber bisher weitgehend unbeachteten naturwissenschaftlichen Erklärungen.

Doch wir müssen keine studierten Physiker sein, um die bei der CIM ablaufenden Vorgänge zumindest im Ansatz verstehen und nachvollziehen zu können.
Schauen wir uns dazu zwei einfache Beispiele an, die uns vielleicht noch aus der Schule geläufig sind:

Beispiel 1: Die Welt besteht aus Atomen

In der Schule haben wir gelernt, unsere Welt - also alles, was existiert, das Universum, Planeten, Pflanzen, Tiere einschließlich wir selbst - besteht aus Atomen.
Die Atome selbst bestehen aus einem winzig kleinen Atomkern aus Protonen und Neutronen, der von noch winzigeren Elektronen umkreist wird. Protonen, Neutronen und Elektronen werden dabei auch als Elementarteilchen bezeichnet.
Der Durchmesser eines Atoms beträgt etwa 10-10 m, der Durchmesser eines Atomkerns sogar nur 10-13 m.Soweit so gut und vielleicht manchem auch noch in Erinnerung.
Schauen wir uns jedoch die Größenverhältnisse innerhalb eines Atoms einmal etwas genauer an, so wirft das doch einige Fragen auf:
Bezogen auf den Durchmesser eines Atoms, nimmt der Atomkern nur etwa ein Tausendstel der Gesamtgröße ein.

 Durchmesser Atomkern  ca. 10 -13 m
                                                                =     1 : 1.000
     Durchmesser Atom  ca. 10 -10 m

Wenn man z.B. den Kern eines Atoms rein rechnerisch auf die Größe einer Erbse (ca. 5 mm) "aufbläst", dann befindet sich der nächste Atomkern - im gleichen Größenverhältnis - in ca. 5 m  (fünf Meter!!!) Entfernung. Zwischen den Atomkernen schwirren zwar noch ein paar - im gleichen Größenverhältnis - stecknadelkopfgroße Elektronen herum, die wir jedoch hinsichtlich Größe und Masse im Verhältnis zum Atomkern vernachlässigen können.
Das bedeutet, in einem Zimmer von etwa 5 m Abmessung findet gerade mal ein Atomkern von der Größe einer Erbse Platz. Der Rest des Raumes ist "angefüllt" mit Nichts = Vakuum.

Betrachten wir das Volumen des Atoms, wird die Sache noch interessanter:

 Volumen  Atomkern  ca. 10 -39 m³
                                                             =     1 : 1.000.000.000
   Volumen  Atom  ca. 10 -30 m³

Insgesamt betrachtet nehmen diese Elementarteilchen im Atomkern damit gerade einmal 0,0000001 % des Volumens des Atoms ein. Der weitaus größere Teil des Volumens des Atoms = 99,9999999 % besteht aus Nichts = Vakuum, durchzogen von elektromagnetischen Feldern = Energie + Information.

Auf uns bezogen bedeutet das: Alle Elementarteilchen im Körper eines Menschen ergeben zusammengenommen nicht einmal die Größe einer Stecknadelkuppe.     

80 kg : 1 kg/m³ (Dichte des Menschen) = 80 dm³ = 80.000.000 mm³
80.000.000 mm³ : 1.000.000.000 = 0,08 mm³

Und selbst die Elementarteilchen (Protonen, Neutronen und Elektronen), aus denen die "festen" 0,0000001 % des Atoms bestehen, sind eigentlich auch keine Teilchen im Sinne von festen Körpern, sondern physikalisch betrachtet nur winzigkleine Energie- und Informationsmengen, sogenannte Quanten.

Das bedeutet letztendlich nichts anderes, als dass das Universum, Planeten, Pflanzen, Tiere einschließlich wir selbst im Wesentlichen aus Energie und Informationen bestehen.

 

Beispiel 2: Was haben wir mit einem Computer gemeinsam?

Fast alle von uns nutzen mehr oder weniger häufig einen Computer für die verschiedensten Aufgaben. Doch wie funktioniert ein Computer eigentlich und welche Parallelen gibt es zu uns Menschen?
Einfach ausgedrückt, ein Computer verarbeitet Daten, die aus einer Folge der Ziffern "0" und "1" bestehen = "Strom aus" bzw. "Strom an" und interpretiert diese Ziffernfolge nach einer vom Nutzer vorgegebenen Schablone (Software). Woher diese Informationen kommen und was der "wahre" Inhalt dieser Informationen ist, kann der Computer nicht feststellen.

Machen Sie einfach einmal folgendes Experiment:
Nehmen Sie irgendein mit einer Digitalkamera aufgenommenes Foto, z.B. "Bild.JPG". Wenn Sie diese Datei im Windows-Explorer anklicken, wird Ihr Computer diese Datei anhand der Endung "JPG" als Bild interpretieren und mit einem Bildbetrachtungprogramm öffnen.
Nun benennen Sie diese Datei um in "Bild.TXT". Wenn Sie nun diese Datei - es ist die gleiche Folge von "0"en und "1"en wie vorher!!! - im Windows-Explorer anklicken, wird Ihr Computer diese Datei anhand der Endung "TXT" als Text interpretieren und mit einem Textprogramm öffnen. Es wird zwar eine ziemlich wirre Folge von Buchstaben und Zeichen dargestellt, in der sich vielleicht ab und zu ein sinnvolles Wort findet, doch für den Computer ist das jetzt der richtige Inhalt der Datei. Schließlich haben Sie dem Computer anhand der Endung "TXT" die Schablone gezeigt, mit der er die Datei interpretieren soll. Und nur das ist für den Computer maßgebend. Ob die Interpretation der Daten für uns als Nutzer sinnvoll ist oder nicht, ist für den Computer völlig uninteressant, er kann es ja nicht einmal beurteilen.

Was hat das nun mit uns zu tun?
Betrachten wir doch einmal uns selbst. Jeder Gedanke, den wir im Laufe unseres Lebens denken, ist eigentlich nichts anderes als die Verarbeitung von Informationen. Wie wir diese Informationen interpretieren, hängt im wesentlichen von unserer Erziehung, unserer Ausbildung, unserer Erfahrung und unserer Lebenseinstellung ab. Das ist unsere "Schablone".
Das klassische Beispiel hierfür ist ein zur Hälfte gefülltes Glas Wasser. Für einen optimistisch eingestellten Menschen ist das Glas noch halb voll, für einen Pessimisten bereits halb leer. Es ist aber das gleiche Glas Wasser, also die gleiche Information.
Aber auch wir können nicht feststellen, woher diese Information kommt und was ihr "wahrer" Inhalt ist.
Dass meine Augen das auf einem Tisch stehende Glas Wasser sehen, ist ja bereits Bestandteil der Information. Ob das Glas Wasser, der Tisch, meine Augen - ja mein ganzer Körper - physisch existieren, kann ich nicht beurteilen und ist für die Interpretation dieser Information auch ohne Bedeutung.

Dass, was wir als unsere Realität wahrnehmen, ist letztendlich eine Art mehrdimensionales Abbild (Image) dieser Informationen.
Ein einfacher, aber gut nachvollziehbarer Vergleich ist wieder unsere heutige Fernseh- und Computertechnik. Hier wird aus einem einfachen digitalen Funk- oder elektrischen Signal (= Energie + Information) ein 2- oder auch mehrdimensionales Bild erzeugt. Das Bild ist auch hier nur die über einen vorgegebenen Schlüssel (Software = Schablone) widergegebene Interpretation der im eingehenden Signal enthaltenen Informationen.

Und genau diese Vorstellung ist auch die Grundlage der mehr als 7.000 Jahre alten Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Der physische Körper ist das Abbild der im Energie- und Informationskörper ablaufenden Prozesse. Das bedeutet, die Ursache der meisten Krankheiten ist primär eine Störung dieses Energie- und Informationskörpers.

Das Prinzip der "Chinese Image-Medicine" ist somit im Wesentlichen der Austausch der "falschen" Informationen im Körper = Krankheit gegen richtige Informationen. Dieser Austausch erfolgt dabei direkt zwischen den Informationsebenen des Patienten und des in CIM ausgebildeten Arztes / Heilers.
Damit setzt die CIM unmittelbar an der Basis der menschlichen Existenz an, woraus ihre große Effektivität resultiert.

Ein weiterer Vorteil von "Chinese Image-Medicine" und Zhong Yuan Qigong ist, dass diese Techniken von nahezu jedem Menschen erlernt werden können und für die Anwendung keine weiteren Hilfsmittel benötigt werden. Die "Chinese Image-Medicine" und Zhong Yuan Qigong sind damit sowohl in der klinischen Praxis als auch in der häuslichen Anwendung einsetzbar. Darüber hinaus können "Chinese Image-Medicine" und Zhong Yuan Qigong zur Unterstützung anderer Behandlungsmethoden der klassischen Medizin eingesetzt werden und damit Behandlungsergebnisse und Heilungsverläufe verbessern.

Es ist zu wünschen, dass sich die Kenntnisse und Erfahrungen der "Chinese Image-Medicine" sowie des Zhong Yuan Qigong in den nächsten Jahren auch in Deutschland verbreiten und den Menschen dienen.

Dipl.-Phys. Jörg Hippe
Deutscher Verband für Zhong Yuan Qigong
  
  

*1)  Ludwiger, Illobrand von: Das neue Weltbild des Physikers Burkhard Heim - Unsterblich in der 6-Dimensionalen Welt, Komplett-Media 2013
 Ludwiger, Illobrand von: Unsere 6 Dimensionale Welt: Wissenschaftsverständnis von Magie, Mystik und Alchemie, Komplett-Media 2012
*2)  Mingtang Xu: "Introduction to Image Medicine",    CreateSpace Independent Publishing Platform 2012