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Zeitschrift für Meditation, Kreativität und Heilung 
  seit 1999 | Auflage: 17.000 | kostenlos | zweimonatl. | Vertrieb: Sachsen+Thüringen+Sachsen-Anh.+Brandenburg | Auslage & Abo  
   
   Dez 2016 / Jan 2017
   
Editorial der Printausgabe
 
   

  

Liebe Leser,
  
wie ging es Ihnen beim Lesen des Titelthemas?
Hatten Sie sofort den Eindruck, dass Sie wissen, was Sie in dieser Ausgabe erwartet?

Für mich selbst schien die inhaltliche Ausrichtung anfangs ziemlich klar. Doch in Gesprächen stellte ich dann fest, dass auch dieses Thema vielfältige Facetten beinhaltet und dass der erste Gedanke dazu sehr von der jeweils aktuellen Lebenssituation und den eigenen Erfahrungen geprägt ist.
Während manche mit sofort an die Selbstverständlichkeit von Fürsorge für andere dachten, teils schon mit gewissem moralischem Pflichtgefühl, erinnerten sich andere an Erlebnisse von Überforderung. Die einen kannten Übergriffigkeit und Grenzüberschreitungen, andere Einsamkeit trotz Suche nach Kontakt. Manche bekamen schlechtes Gewissen, weil sie das Gefühl haben, die Erwartungen anderer nicht erfüllen zu können oder deren Bedürfnisse gar nicht erst richtig zu spüren.


       

Gundula Zeitz
  

 
 

Für wieder andere stand zuerst die rezeptive Seite des Füreinander-da-Seins im Vordergrund: der Aspekt des Annehmens von Unterstützung und des Sich-Öffnens für Kontakt mit anderen Menschen, wobei man mitunter seinen eigenen Wünschen selbst im Wege steht.
Oder jemand beschäftigte sich mit dem Austausch beim Füreinander-da-Sein: können wir das, was uns gegeben wird, richtig wertschätzen? Auch die scheinbar einfachen, aber umso wichtigeren Gesten von Präsenz, Zuhören, einfach da sein? Und zeigen wir dies auch deutlich? …
Und so tauchten immer neue Facetten auf, die meine Sicht auf das Thema weiteten.

"Füreinander da sein" ist ein essentielles menschliches Thema – im persönlichen Bereich ebenso wie auf gesellschaftlicher Ebene, wo es gerade wieder deutlicher an Aufmerksamkeit gewinnt. Wie gelingt ein gerechtes soziales Miteinander, wobei sich jeder gesehen und geachtet fühlt, jenseits von einzelnen karitativen Aktionen?

Wenn diese Ausgabe auch in Ihnen neue Fragen hervorruft und/oder Sie Teile Ihres Lebens bewusster betrachten lässt, dann hat sie viel erreicht. Und noch mehr, wenn Sie die Feiertage nutzen, um darüber mit Ihrer Familie oder Freunden zu sprechen bzw. das Füreinander-da-sein ganz praktisch umsetzen.

Sicherlich finden Sie auch jenseits der Themenbeiträge wieder viel Interessantes, z.B. neue Veranstaltungen oder gute Adressen von Menschen, die Sie bei entscheidenden Fragen des Lebens mit einer tieferen Sichtweise begleiten, die Ihnen helfen können, gesundheitliche Fragen in ihrer Wurzel zu klären, die wunderbar massieren und vieles mehr. Und vor Weihnachten (oder auch danach) lohnt es sich, mal bei den interessanten Geschenk-Angeboten zu stöbern – vielleicht ist auch etwas für Sie selbst dabei?
  

Mit ganz herzlichen Grüßen und allerbesten Wünschen für einen herzkraftvollen Start ins neue Jahr

Gundula Zeitz

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