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Zeitschrift für Meditation, Kreativität und Heilung 
  seit 1999 | Auflage: 17.000 | kostenlos | zweimonatl. | Vertrieb: Sachsen+Thüringen+Sachsen-Anh.+Brandenburg | Auslage & Abo  
   
   Juni/Juli 2016
   
Editorial der Printausgabe
 
   

  

Liebe Leser,
  
wenn ich spazieren gehe und nicht in Gedanken oder Gespräche vertieft bin, spüre ich es – all das Leben um mich herum. Und ich nehme mich auch selbst darin eingebunden wahr – ganz natürlich, ohne Fragen nach dem Wie und Warum.
Diese Verbundenheit spüre ich im Großen und Kleinen, als Netzwerk mit feinsten Verästelungen auch unter all den Bäumen, Pflanzen, Tieren, dem Boden, den Steinen, dem Wasser, den Naturwesen …, mit mir als einem kleinen Teil davon. Es fühlt sich wie ein großer Organismus an, ein einziges „Lebewesen Natur“.

Im Wald oder an anderen Orten voll grüner Natur nehme ich dies am leichtesten wahr. Bin ich im Alltag in der Stadt unterwegs, verliert sich meine Aufmerksamkeit meist auf etwas anderes. Aber wenn ich bewusst hinspüre, merke ich, dass dieses Leben überall existiert – auch wenn der einzelne Straßenbaum eine andere Ausstrahlung als einer im dichten Wald hat, so ist doch auch er in ein größeres Gefüge eingebunden und füllt seinen Platz neben Häusern, Menschen und Autos aus (die auch auf ihre Weise leben und miteinander verbunden sind).

       

Gundula Zeitz
  

 
 


Halten Sie doch mal kurz inne und schauen sich um, mit Blick zum Fenster hinaus oder auf die Pflanze, die vielleicht gerade neben ihnen steht. Was nehmen Sie wahr?

Ich finde, auch der Straßenbaum und all die anderen Büsche, Blumen, Gräser verdienen viel mehr Aufmerksamkeit und Würdigung von uns. Dann würden wir mit Sicherheit auch besser spüren, wie es ihnen geht, wo wir ihnen vielleicht schaden und was wir verbessern können, damit es allen Lebewesen um uns herum gut geht, nicht nur einigen an ausgewählten Naturschutzorten.
Unser Verständnis von Leben würde sich weiten und die Abstufung von Mensch-Tier-Pflanze-Stein … könnte nicht mehr aufrechterhalten werden. Alles lebt – nur auf andere Weise als wir Menschen. Alles hat eine eigene Intelligenz, es gibt kein reines „Objekt“.
Wie wäre es, wenn wir die aktuelle menschenzentrierte Definition von dem, was ein Lebewesen ausmacht, beiseitelegen und unseren Blickwinkel weiten?
Es würde dann sicherlich für jeden möglich werden, mit der Natur, mit all den Lebewesen zu kommunizieren, so wie es einige bereits jetzt schon tun. Beziehungsweise wie es unsere Vorfahren und weise Menschen traditioneller Kulturen schon immer beherrschten. Jeder wird dabei eigene Wege finden, so wie auch wir Menschen verschiedene Sprachen haben.

Wie sähe unsere Welt aus, wenn alle Lebewesen bewusst miteinander in Kontakt stehen würden? Mit dem Wissen, dass wir alle Teil eines noch größeren Lebens sind?
Wir könnten auf gleicher Augenhöhe gemeinsam nach Lösungen für unser Zusammenleben suchen, die über bisheriges Umweltschutzengagement hinausreichen. Wenn wir die anderen, die Bäume, Tiere, Flüsse …, respektvoll behandeln, werden sie sicherlich auch offen für unsere Bedürfnisse als Menschen sein, statt sich in Form von Naturkatastrophen und anderem gegen unsere Übergriffe zu wehren. Probieren wir es doch einfach mal aus!

Diese Ausgabe möchte Ihnen dafür vielfältige Anregungen bieten. Und viele Menschen, die ihre Angebote vorstellen, können Sie auf diesem und anderen Wegen unterstützen.
  
  
  
Mit herzlichen Grüßen
Gundula Zeitz

 

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