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Zeitschrift für Meditation, Kreativität und Heilung 
  seit 1999 | Auflage: >16.000 | kostenlos | zweimonatl. | Vertrieb: Sachsen+Thüringen+Sachsen-Anh.+Brandenburg | Auslage & Abo  
   
   Feb/März 2014
   
Editorial der Printausgabe
 
   

  

Liebe Leser,

es ist still um mich herum. Wohlig ausgetreckt auf dem Sofa nehme ich mir die Zeit und spüre in meinen Körper hinein. Oh ja, die Schultern, ziemlich verspannt. Ich bleibe mit meiner Aufmerksamkeit bei ihnen und nehme die innerliche Last war, die ich ihnen aufgebürdet habe. Nach dieser Erkenntnis und ein paar tiefen Atemzügen, fühlen sie sich schon lockerer an. Ich erinnere mich außerdem, dass mich mein Körper eigentlich schon den ganzen Tag darauf aufmerksam gemacht hat, dass ich die Schreibtischarbeit für einen Spaziergang unterbrechen soll. Wenn ich jetzt reinspüre, merke ich deutlich, wie er aufspringen will, sich bewegen. Ich hatte seine Signale zwar gehört, aber nicht auf ihn gehört. Nun tut’s umso mehr weh. Es tut mir leid, wie ich ihn ignoriert habe. Es ist fast wie ein kleiner Kampf nach dem Motto: mal sehen, wie lange ich ihn zwingen kann, nur zu sitzen. Aber der Sieg geht letztlich an ihn und ich spüre ja auch, dass meine harte Haltung ihn verhärtet und ich letztlich drunter leide.

       
  
Abheeti Gundula Zeitz
  
 
 

  
Ich schwinge mich also auf und genieße die kalte Winterluft bei einem Spaziergang. Auch dabei nehme ich meinen Körper wieder bewusst war. Mit der inneren Aufmerksamkeit bei ihm, kommen die Gedanken zur Ruhe und meine gesamte Wahrnehmung weitet sich. Die Präsenz im Körper intensiviert meinen Blick auf die Umgebung, ich nehme auch dort mehr wahr, klarer und leuchtender, und empfinde die Schönheit der Natur, aber auch anderer Dinge, viel stärker als in Momenten, in denen ich nicht wirklich präsent in meinem Körper bin.

Wieder am Schreibtisch spüre ich weiter und beobachte, wie die bewusste Präsenz im Körper auch bei der Arbeit meine Wahrnehmung erweitert, ich klarer bin und offener für die feinen Eingebungen, die sonst ungehört untergehen. Es gibt keinen Widerspruch vom bewussten Sein im Körper und Arbeit, die den Kopf sehr fordert. Im Gegenteil. Bewusste Präsenz im Körper ist die Basis und Kraftquelle für alles andere. Ich selbst beobachte staunend, wie sich über die Jahre meine Wahrnehmung immer mehr verfeinert, vom rein Körperlichen hin zu immer feineren Energien. Ich kann mich nicht erinnern, dem in meiner Kindheit Aufmerksamkeit geschenkt zu haben, höchstens zufällig. Es gab niemanden, der dies vorgelebt hätte oder mich darauf hinwies. Der natürliche Kontakt mit dem Körper geriet so in Vergessenheit. Auf dem Weg dahin zurück hat mir eine Yogalehrerin geholfen, die viel Wert auf das innere Nachspüren legte, später waren es Aikido, freies Tanzen, Meditation, Energie- und Heilarbeit. Letztlich aber vor allem immer wieder das Hineinspüren und der ständige Kontakt im Alltag, das bewusste Sein, ob in Stille oder Aktion.

Wenn Sie auch neugierig sind, Ihren Körper immer sensibler wahrzunehmen, dann finden Sie in dieser Ausgabe viele gute Anregungen und Angebote, die Sie dabei unterstützen.
  

Eine interessante Entdeckungsreise wünscht Ihnen

Abheeti Gundula Zeitz
  

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