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Zeitschrift für Meditation, Kreativität und Heilung 
  seit 1999 | Auflage: >16.000 | kostenlos | zweimonatl. | Vertrieb: Sachsen+Thüringen+Sachsen-Anh.+Brandenburg | Auslage & Abo  
   
   April/Mai 2012  

  
Bedingungslose Freude – gibt's das?

Viele Menschen haben schon von der sog. 2-Punkt-Methode, Matrix oder Quantenheilung gehört. Sie wird benutzt, um Gesundheit, Beziehungen, finanzielle Situationen und überhaupt alles zu verbessern, was wir gern besser haben wollen – mit teilweise wirklich überraschenden Ergebnissen. Dabei wird – ganz verkürzt gesagt – das Feld des reinen Bewusstseins, das sich überall befindet (eine Art 4. Dimension ) „angezapft“ und in unsere materielle Ebene gebracht. Das kann man relativ leicht lernen.

Trotzdem: Meiner Erfahrung nach passiert eine tiefgreifende Veränderung andersrum: Wenn ich lerne, mich immer wieder mit dieser „4. Dimension“ zu verbinden, sie wahrzunehmen, mich „einzuloggen“ in das unbegrenzte Feld reinen Bewusstseins und meine ganzen begrenzten Vorstellungen davon, wie die Dinge um mich herum doch bitte sein sollten, endlich mal loslasse – dann erlebe ich eine solche Fülle und Freude, wie ich sie mir gar nicht hätte ausdenken und daher auch nicht hätte wünschen können. Dann ordnet das reine Bewusstsein mit seiner allumfassenden Weisheit die Dinge um mich herum auf eine Weise, die mich oft verblüfft und mir immer gut tut. Und ich erfahre viele Arten von Freude: Da ist die Freude darüber, in diesem Feld des reinen Bewusstseins zuhause und vollkommen geborgen zu sein, egal was kommt. Mitten im Alltag, mitten in der U-Bahn, bei der Arbeit – wo auch immer, was auch geschieht. (Der ideale Katastrophenschutz!)
  

            

  
Dann die Freude, das Licht mit Anderen teilen zu können: Mit meinen Mitmenschen und –Tieren, mit allem Lebendigem. Die Freude darüber, wie licht und weit die Welt ist, wenn ich sie vierdimensional wahrnehme. Die Freude daran, wie intensiv viele Szenen sind, wenn ich nicht nur das Sichtbare, sondern auch das Unsichtbare darum herum wahrnehme. Das leise Wiegen der Birkenzweige vor meinem Fenster. Der strubbelige Hund, der mich so begeistert begrüßt, als wären wir alte Freunde. Ein kurzer, naher und liebevoller Wortwechsel mit einem wildfremden Menschen.

Ich bin manchmal fast fassungslos über die Schönheit ganz „normaler“ Begebenheiten und Momente. Aber selbst ohne jeden äußeren Auslöser ist die Freude oft da. Weil dieses Feld des reinen Bewusstseins einfach immer da ist, überall. Es kann nirgendwo nicht sein. Die Frage ist nur, ob ich mich unter allen Umständen damit verbinden kann. Und genau das kann man lernen. Es macht mir übrigens große Freude, das Anderen beizubringen!

Annette von Richthofen
aus Berlin: Kreativitätspädagogin, Meditationslehrerin und Quantenheilerin

Kontakt: A.v.Lichthofen@gmx.de
, Tel. 030 / 7468 4791


     

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Basis - Laufen

„Basis - Laufen“, sagst Du und Du meinst,
einen Seiltanz hinzulegen,
den Blick in die Sterne pflegen
und, was Du nicht bist, verlassen.

„Basis - Laufen“, sagst Du und Du meinst,
auf den nackten Füßen stehen,
Deinen Weg der Wahrheit gehen,
Dein Glück spürbar anzufassen.

„Basis - Laufen“, sagst Du und Du meinst,
lächelnd alles zu vertreten;
nur das, was Dich ausmacht, erbeten,
bis ins Herz Dich lichtvoll taufen.

„Basis - Laufen“, sagst Du und Du meinst,
Dich mit Mondstaub rein zu waschen
und die Welt zu überraschen,
Liebe säen, Basis - Laufen.

Gedicht & Bild von
Margit Krause
www.wurzelwerkstatt.de

Das hier gemalte Mayazeichen "Chicchan",
die rote Schlange, steht für die Lebensfreude


     

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Wer verhindert unsere Freude?
  
Wo ist sie denn, diese Freude, von der die Weisen berichten? Diese Freude, die so rein und selbstlos ist und die jeden erfüllen kann? Warum habe ich sie nicht? Hatte ich sie nie? Habe ich sie vielleicht verloren? Aber warum? Und was muss ich dafür tun, um sie wiederzuerlangen? Wie kann ich sie finden? Und wo muss ich sie überhaupt suchen? Ach, wie schön wäre jetzt eine einfache und märchenhafte Antwort: hinter den sieben Bergen, bei den sieben... Dann hätte man wenigstens einen Anhaltspunkt! Aber so...
Wenn wir geboren werden, verlassen wir den uns sicher umhüllenden Raum der Mutter und sind damit umso mehr auf sie angewiesen – darauf, dass sie uns beschützt und versorgt, und zwar nicht nur mit Pflege, Nahrung und Kleidung. Gerade als hilfloser Säugling ist es überlebenswichtig für uns, liebevolle Zuwendung und Aufmerksamkeit zu erhalten. Im besten Fall bekommen wir all dies immer genau in der Form, in der wir es benötigen.
Doch selbst dann sind wir irgendwann „alt genug“ und werden nicht mehr rund um die Uhr versorgt. Wir haben uns aber daran gewöhnt. Und von Gewohnheiten lässt man nur ungern ab. Also beginnen wir bereits im Kleinkindalter, um die Aufmerksamkeit der Erwachsenen zu buhlen. Wir wollen weiterhin beachtet werden und empfinden es als Schmach und Schande, ja gar als Verrat, wenn uns die stetige, umsichtige Fürsorge entzogen wird. Bald finden wir heraus, wie wir eben jene, als „dringend benötigt“ angesehene Berücksichtigung erlangen können: Entweder wir sind brav und gehorsam, lieb und nett und passen uns in allem an, um Lob und Anerkennung zu erhalten, oder wir werden – sofern dies nicht zum gewünschten Erfolg führt – zum rebellischen Krieger, der zwar keine positive Rückmeldung bekommt, aber wenigstens bekommt er eine. Dem Kinde ist es letztlich egal, welcher Art die Bestätigung seines Daseins ist; ihm sind Schläge ebenso „willkommen“ wie Streicheleinheiten.
Und: Als Säugling haben wir Trost erfahren, wenn wir Schmerzen hatten. Vielleicht reproduzieren wir deshalb immer wieder Schmerz in uns, weil wir darauf programmiert sind: „Wenn ich nur laut genug jammere, klage, schreie und weine, dann bekomme ich tröstende Aufmerksamkeit“. Im Fall des kindlichen Rebellen ist das natürlich ein Trugschluss des Egos, denn die erhaltenen Bestrafungen werden keineswegs mit Trost ausgeglichen. Für den müssen wir dann schon selber sorgen. Aber das wissen wir zu dieser Zeit ja noch nicht...
Wir alle lechzen danach, wahrgenommen, respektiert und geliebt zu werden. Die Seele ist ganz erpicht darauf, dies in menschlicher Verkörperung zu erfahren. Doch im Laufe der Zeit entwickeln wir alle unsere Ego-Strategien, die auf nichts anderes aus sind, als Ego-Bedürfnisse zu befriedigen. So verstricken wir uns selbst oder unser Außen als Projektion immer wieder in Dramen, Tragödien, Wehmut und Melancholie. Das sorgt für Aufruhr in unserem Emotionszentrum, dem Solarplexus. Dem Gefühl von Abenteuer, Nervenkitzel und sogar ein stückweit Angst liegt ein Schmerz zugrunde, nach dem unser Ego süchtig ist. Es will diesen Schmerz immer und immer wieder spüren, um sich lebendig zu fühlen und um getröstet zu werden. Und worin findet es Linderung? In unseren „Alltagsdrogen“: Klatsch und Tratsch, Spiel, Zigaretten, Shopping, Internetsurfing, Alkohol, Sex, ja sogar Arbeit, Essen und Schlaf werden als ablenkendes Trostpflaster eingesetzt.
Beste Lieferanten suchtauslösender kollektiver Emotionen sind Film und Fernsehen. Dramen und Tragödien in Nachrichtensendungen sind ebenso alltäglich wie blutrünstige Krimis, bestialische Thriller, wehmütige Vorabendserien und schmachtende Liebesromanzen. Und das Beste: Wir sind zwar nicht selbst direkt beteiligt, aber das (Mit-)Leid, das wir empfinden, sorgt im Solarplexus für Hochspannung und raubt uns fast den Atem. Unser Ego ergötzt sich am Leid der anderen und ist heilfroh, wieder einmal „davon gekommen“ zu sein. Es ist beinahe ein süßes Kribbeln, es hat etwas wollüstiges, ungezügeltes, dem wir uns hemmungslos hingeben, mitschluchzen und –weinen, darin schwelgen und zerfließen können – welch köstliches Ego-Vergnügen, welch vermeintliche Freude...
Denn von einem „Sich (Er-)Freuen“ kann hierbei wohl kaum die Rede sein. Das Drama der anderen ist für unsere süchtigen Emotionen zwar willkommener Genuss und unser Ego will dies immer wieder aufs Neue auskosten.
Unser Herz jedoch sehnt sich nach einem kleineren, leiseren, friedlicheren Gefühl – nach lebendiger Freude. Sie lässt uns nicht hungrig und gierig schmachtend zurück. Sie macht satt, glücklich und zufrieden, denn sie ist nährend. Sie ist still und sanft, frei von jeglicher Melodramatik und von Schmerz. An ihr ist nichts exzessiv oder rührselig. Sie ist nicht ausschweifend und leichtsinnig. Sie ist. Ganz. Einfach. Liebe. In jeder Blume, jedem Stein, jedem Wesen. Nur finden muss sie ein jeder selbst. In sich. Hinter dem Ego. Hinter der Angst, dem Schmerz, der Sucht...

Sybille Hanschke
aus Cottbus

  

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Klagen
gerichtet an Mauern, die taub sind
schlagen als Echo zurück
und verdoppeln die fragliche Last

Klagen
gerichtet an den Nächsten
schlagen Wunden
in mitfühlende Seelen

Zerstörung und Selbstzerstörung

Ablegen den Rucksack
längst erloschener Brände

Aufgerichtet in das Jetzt
zum Licht
wird Perle für Perle
in die scheinbar leere
Waagschale der Freude gleiten

bis zum Gleichgewicht

 Dann ist es Zeit umzusteigen
mit der schönsten Perle

der Perle der Liebe

Helga Schumann
aus Hermsdorf