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April/Mai
2012 |
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Bedingungslose Freude –
gibt's das?
Viele Menschen haben schon von der sog. 2-Punkt-Methode,
Matrix oder Quantenheilung gehört. Sie wird benutzt,
um Gesundheit, Beziehungen, finanzielle Situationen
und überhaupt alles zu verbessern, was wir gern
besser haben wollen – mit teilweise wirklich
überraschenden Ergebnissen. Dabei wird –
ganz verkürzt gesagt – das Feld des reinen
Bewusstseins, das sich überall befindet (eine
Art 4. Dimension ) „angezapft“ und in
unsere materielle Ebene gebracht. Das kann man relativ
leicht lernen.
Trotzdem: Meiner Erfahrung nach passiert eine tiefgreifende
Veränderung andersrum: Wenn ich lerne, mich immer
wieder mit dieser „4. Dimension“ zu verbinden,
sie wahrzunehmen, mich „einzuloggen“ in
das unbegrenzte Feld reinen Bewusstseins und meine
ganzen begrenzten Vorstellungen davon, wie die Dinge
um mich herum doch bitte sein sollten, endlich mal
loslasse – dann erlebe ich eine solche Fülle
und Freude, wie ich sie mir gar nicht hätte ausdenken
und daher auch nicht hätte wünschen können.
Dann ordnet das reine Bewusstsein mit seiner allumfassenden
Weisheit die Dinge um mich herum auf eine Weise, die
mich oft verblüfft und mir immer gut tut. Und
ich erfahre viele Arten von Freude: Da ist die Freude
darüber, in diesem Feld des reinen Bewusstseins
zuhause und vollkommen geborgen zu sein, egal was
kommt. Mitten im Alltag, mitten in der U-Bahn, bei
der Arbeit – wo auch immer, was auch geschieht.
(Der ideale Katastrophenschutz!)
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Dann die Freude, das Licht mit Anderen teilen zu können:
Mit meinen Mitmenschen und –Tieren, mit allem
Lebendigem. Die Freude darüber, wie licht und
weit die Welt ist, wenn ich sie vierdimensional wahrnehme.
Die Freude daran, wie intensiv viele Szenen sind,
wenn ich nicht nur das Sichtbare, sondern auch das
Unsichtbare darum herum wahrnehme. Das leise Wiegen
der Birkenzweige vor meinem Fenster. Der strubbelige
Hund, der mich so begeistert begrüßt, als
wären wir alte Freunde. Ein kurzer, naher und
liebevoller Wortwechsel mit einem wildfremden Menschen.
Ich bin manchmal fast fassungslos über die
Schönheit ganz „normaler“ Begebenheiten
und Momente. Aber selbst ohne jeden äußeren
Auslöser ist die Freude oft da. Weil dieses Feld
des reinen Bewusstseins einfach immer da ist, überall.
Es kann nirgendwo nicht
sein. Die Frage ist nur, ob ich mich unter allen Umständen
damit verbinden kann. Und genau das kann man lernen.
Es macht mir übrigens große Freude, das
Anderen beizubringen!
Annette von Richthofen
aus Berlin: Kreativitätspädagogin, Meditationslehrerin
und Quantenheilerin
Kontakt: A.v.Lichthofen@gmx.de, Tel. 030 / 7468
4791 |
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Basis
- Laufen
„Basis - Laufen“, sagst
Du und Du meinst,
einen Seiltanz hinzulegen,
den Blick in die Sterne pflegen
und, was Du nicht bist, verlassen.
„Basis - Laufen“, sagst
Du und Du meinst,
auf den nackten Füßen stehen,
Deinen Weg der Wahrheit gehen,
Dein Glück spürbar anzufassen.
„Basis - Laufen“, sagst
Du und Du meinst,
lächelnd alles zu vertreten;
nur das, was Dich ausmacht, erbeten,
bis ins Herz Dich lichtvoll taufen.
„Basis - Laufen“, sagst
Du und Du meinst,
Dich mit Mondstaub rein zu waschen
und die Welt zu überraschen,
Liebe säen, Basis - Laufen.
Gedicht & Bild von
Margit Krause
www.wurzelwerkstatt.de
Das hier gemalte
Mayazeichen "Chicchan",
die rote Schlange, steht für die Lebensfreude |
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Wer
verhindert unsere Freude?
Wo ist sie denn, diese Freude, von der die Weisen
berichten? Diese Freude, die so rein und selbstlos
ist und die jeden erfüllen kann? Warum habe ich
sie nicht? Hatte ich sie nie? Habe ich sie vielleicht
verloren? Aber warum? Und was muss ich dafür
tun, um sie wiederzuerlangen? Wie kann ich sie finden?
Und wo muss ich sie überhaupt suchen? Ach, wie
schön wäre jetzt eine einfache und märchenhafte
Antwort: hinter den sieben Bergen, bei den sieben...
Dann hätte man wenigstens einen Anhaltspunkt!
Aber so...
Wenn wir geboren werden, verlassen wir den uns sicher
umhüllenden Raum der Mutter und sind damit umso
mehr auf sie angewiesen – darauf, dass sie uns
beschützt und versorgt, und zwar nicht nur mit
Pflege, Nahrung und Kleidung. Gerade als hilfloser
Säugling ist es überlebenswichtig für
uns, liebevolle Zuwendung und Aufmerksamkeit zu erhalten.
Im besten Fall bekommen wir all dies immer genau in
der Form, in der wir es benötigen.
Doch selbst dann sind wir irgendwann „alt genug“
und werden nicht mehr rund um die Uhr versorgt. Wir
haben uns aber daran gewöhnt. Und von Gewohnheiten
lässt man nur ungern ab. Also beginnen wir bereits
im Kleinkindalter, um die Aufmerksamkeit der Erwachsenen
zu buhlen. Wir wollen weiterhin beachtet werden und
empfinden es als Schmach und Schande, ja gar als Verrat,
wenn uns die stetige, umsichtige Fürsorge entzogen
wird. Bald finden wir heraus, wie wir eben jene, als
„dringend benötigt“ angesehene Berücksichtigung
erlangen können: Entweder wir sind brav und gehorsam,
lieb und nett und passen uns in allem an, um Lob und
Anerkennung zu erhalten, oder wir werden – sofern
dies nicht zum gewünschten Erfolg führt
– zum rebellischen Krieger, der zwar keine positive
Rückmeldung bekommt, aber wenigstens bekommt
er eine. Dem Kinde ist es letztlich egal, welcher
Art die Bestätigung seines Daseins ist; ihm sind
Schläge ebenso „willkommen“ wie Streicheleinheiten.
Und: Als Säugling haben wir Trost erfahren, wenn
wir Schmerzen hatten. Vielleicht reproduzieren wir
deshalb immer wieder Schmerz in uns, weil wir darauf
programmiert sind: „Wenn ich nur laut genug
jammere, klage, schreie und weine, dann bekomme ich
tröstende Aufmerksamkeit“. Im Fall des
kindlichen Rebellen ist das natürlich ein Trugschluss
des Egos, denn die erhaltenen Bestrafungen werden
keineswegs mit Trost ausgeglichen. Für den müssen
wir dann schon selber sorgen. Aber das wissen wir
zu dieser Zeit ja noch nicht...
Wir alle lechzen danach, wahrgenommen, respektiert
und geliebt zu werden. Die Seele ist ganz erpicht
darauf, dies in menschlicher Verkörperung zu
erfahren. Doch im Laufe der Zeit entwickeln wir alle
unsere Ego-Strategien, die auf nichts anderes aus
sind, als Ego-Bedürfnisse zu befriedigen. So
verstricken wir uns selbst oder unser Außen
als Projektion immer wieder in Dramen, Tragödien,
Wehmut und Melancholie. Das sorgt für Aufruhr
in unserem Emotionszentrum, dem Solarplexus. Dem Gefühl
von Abenteuer, Nervenkitzel und sogar ein stückweit
Angst liegt ein Schmerz zugrunde, nach dem unser Ego
süchtig ist. Es will diesen Schmerz immer und
immer wieder spüren, um sich lebendig zu fühlen
und um getröstet zu werden. Und worin findet
es Linderung? In unseren „Alltagsdrogen“:
Klatsch und Tratsch, Spiel, Zigaretten, Shopping,
Internetsurfing, Alkohol, Sex, ja sogar Arbeit, Essen
und Schlaf werden als ablenkendes Trostpflaster eingesetzt.
Beste Lieferanten suchtauslösender kollektiver
Emotionen sind Film und Fernsehen. Dramen und Tragödien
in Nachrichtensendungen sind ebenso alltäglich
wie blutrünstige Krimis, bestialische Thriller,
wehmütige Vorabendserien und schmachtende Liebesromanzen.
Und das Beste: Wir sind zwar nicht selbst direkt beteiligt,
aber das (Mit-)Leid, das wir empfinden, sorgt im Solarplexus
für Hochspannung und raubt uns fast den Atem.
Unser Ego ergötzt sich am Leid der anderen und
ist heilfroh, wieder einmal „davon gekommen“
zu sein. Es ist beinahe ein süßes Kribbeln,
es hat etwas wollüstiges, ungezügeltes,
dem wir uns hemmungslos hingeben, mitschluchzen und
–weinen, darin schwelgen und zerfließen
können – welch köstliches Ego-Vergnügen,
welch vermeintliche Freude...
Denn von einem „Sich (Er-)Freuen“ kann
hierbei wohl kaum die Rede sein. Das Drama der anderen
ist für unsere süchtigen Emotionen zwar
willkommener Genuss und unser Ego will dies immer
wieder aufs Neue auskosten.
Unser Herz jedoch sehnt sich nach einem kleineren,
leiseren, friedlicheren Gefühl – nach lebendiger
Freude. Sie lässt uns nicht hungrig und gierig
schmachtend zurück. Sie macht satt, glücklich
und zufrieden, denn sie ist nährend. Sie ist
still und sanft, frei von jeglicher Melodramatik und
von Schmerz. An ihr ist nichts exzessiv oder rührselig.
Sie ist nicht ausschweifend und leichtsinnig. Sie
ist. Ganz. Einfach. Liebe. In jeder Blume, jedem Stein,
jedem Wesen. Nur finden muss sie ein jeder selbst.
In sich. Hinter dem Ego. Hinter der Angst, dem Schmerz,
der Sucht...
Sybille
Hanschke
aus Cottbus
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Klagen
gerichtet an Mauern, die taub sind
schlagen als Echo zurück
und verdoppeln die fragliche Last
Klagen
gerichtet an den Nächsten
schlagen Wunden
in mitfühlende Seelen
Zerstörung und Selbstzerstörung
Ablegen den Rucksack
längst erloschener Brände
Aufgerichtet in das Jetzt
zum Licht
wird Perle für Perle
in die scheinbar leere
Waagschale der Freude gleiten
bis zum Gleichgewicht
Dann ist es Zeit umzusteigen
mit der schönsten Perle
der Perle der Liebe
Helga
Schumann
aus Hermsdorf |
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