Startseite
 
Zeitschrift für Meditation, Kreativität und Heilung 
  seit 1999 | Auflage: 13.000 | kostenlos | alle 2 Monate | Vertrieb: Sachsen+Thüringen+Sachsen-Anhalt+Brandenburg | Auslage & Abo  
   
   Feb/März 2010
   
Editorial der Printausgabe
 
 

Liebe Leser,

als „geflügelte Jahresendfiguren“, wie es zu DDR-Zeiten atheistisch korrekt hieß, wird wohl kaum einer Engel bezeichnen. Aber dass sie mehr als kitschige Zierde auf alten Gemälden sind und dass Leute, die von Kontakten mit Engeln berichten, keine abergläubigen Spinner sind – dem werden wohl nur wenige vorbehaltlos zustimmen.

Wieso? Wahrscheinlich, weil diese selbst noch nie einen „richtigen“ Engel gesehen haben, nichts Besonderes gespürt haben beim Betrachten von Figuren oder Bildern. Weil es anders gelehrt wird und das außerdem (fast) jeder so sieht – man will ja nicht selbst als Spinner gelten.

Aber haben sie es schon mal wirklich – vorbehaltlos – ausprobiert? Ein Bild tief auf sich wirken lassen und innerlich nachgespürt, ob etwas berührt wird? Einen Engel gerufen oder eine Meditation gemacht und – ganz neutral – geschaut, was passiert? Das ist schließlich wissenschaftliche Analyse, wertfrei etwas zu überprüfen, um es selbst zu „wissen“. „Glauben“ bedeutet, einfach eine Meinung zu übernehmen. Wer „glaubt“ und wer „weiß“ – von denen, die von Engelskontakten berichten und denen, die diese als Aberglauben ablehnen?

Es ist nicht so einfach, sich dem Thema neutral zu nähern. Denn hier geht es u.a. um unsere Gefühle. Manchmal ist es einfacher, etwas als Kitsch beiseite zu schieben, als sich z.B. für liebevollen Ausdruck zu öffnen, der uns den Mangel daran im eigenen Leben schmerzlich spürbar macht. Aus dem gleichen Grund flüchtet sich aber vielleicht auch mancher in (scheinbar) zarte, niedliche Engelsgefilde, statt sich schwierigen Dingen im Alltag zu stellen. Wie bei vielem, kommt es auch hier darauf an, in sich hineinzuspüren, die Hintergründe zu sehen. Und sich zu öffnen, versuchen die Erfahrungen und Berichte anderer nicht gleich zu bewerten, weder sofort als Spinnerei abzutun noch, von Begeisterung hingerissen, alles nur zu „glauben“.

Ich persönlich gehöre zu denen, die „Engel“ eher skeptisch betrachtet haben. In Vorbereitung dieser Ausgabe habe ich dann Berichte von Begegnungen mit Engeln gelesen, die ich nicht als Zufall, Einbildung etc. abtun kann, habe mit Menschen gesprochen, die mit Engeln Kontakt haben und auch kurze Meditationen dazu ausprobiert. Ja, ich konnte eine Wirkung spüren und habe erkannt, dass manche meiner Vorurteile einfach auf einer „Bildungslücke“ beruhten oder auf Gefühlskonflikten. Wieder einmal habe ich dankbar gesehen, wie bereichernd es sein kann, sich für Neues zu öffnen und ich bin gespannt, wie es Ihnen mit dieser engelhaften Ausgabe geht.

Mit herzlichen Grüßen,

Abheeti Zeitz

(Wenn Sie die Vorstellung des neuen Namens noch nicht mitbekommen haben, dann lesen Sie hier mehr dazu:
Editorial der Ausgabe April/Mai 09
und Editorial der Ausgabe Juni/Juli 09)

 

 

Zeitschrift >einfach JA<