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Liebe
Leser,
als „geflügelte Jahresendfiguren“,
wie es zu DDR-Zeiten atheistisch korrekt hieß,
wird wohl kaum einer Engel bezeichnen. Aber dass sie
mehr als kitschige Zierde auf alten Gemälden
sind und dass Leute, die von Kontakten mit Engeln
berichten, keine abergläubigen Spinner sind –
dem werden wohl nur wenige vorbehaltlos zustimmen.
Wieso? Wahrscheinlich, weil diese selbst noch nie
einen „richtigen“ Engel gesehen haben,
nichts Besonderes gespürt haben beim Betrachten
von Figuren oder Bildern. Weil es anders gelehrt wird
und das außerdem (fast) jeder so sieht –
man will ja nicht selbst als Spinner gelten.
Aber haben sie es schon mal wirklich – vorbehaltlos
– ausprobiert? Ein Bild tief auf sich wirken
lassen und innerlich nachgespürt, ob etwas berührt
wird? Einen Engel gerufen oder eine Meditation gemacht
und – ganz neutral – geschaut, was passiert?
Das ist schließlich wissenschaftliche Analyse,
wertfrei etwas zu überprüfen, um es selbst
zu „wissen“. „Glauben“ bedeutet,
einfach eine Meinung zu übernehmen. Wer „glaubt“
und wer „weiß“ – von denen,
die von Engelskontakten berichten und denen, die diese
als Aberglauben ablehnen?
Es ist nicht so einfach, sich dem Thema neutral zu
nähern. Denn hier geht es u.a. um unsere Gefühle.
Manchmal ist es einfacher, etwas als Kitsch beiseite
zu schieben, als sich z.B. für liebevollen Ausdruck
zu öffnen, der uns den Mangel daran im eigenen
Leben schmerzlich spürbar macht. Aus dem gleichen
Grund flüchtet sich aber vielleicht auch mancher
in (scheinbar) zarte, niedliche Engelsgefilde, statt
sich schwierigen Dingen im Alltag zu stellen. Wie
bei vielem, kommt es auch hier darauf an, in sich
hineinzuspüren, die Hintergründe zu sehen.
Und sich zu öffnen, versuchen die Erfahrungen
und Berichte anderer nicht gleich zu bewerten, weder
sofort als Spinnerei abzutun noch, von Begeisterung
hingerissen, alles nur zu „glauben“.
Ich persönlich gehöre zu denen, die „Engel“
eher skeptisch betrachtet haben. In Vorbereitung dieser
Ausgabe habe ich dann Berichte von Begegnungen mit
Engeln gelesen, die ich nicht als Zufall, Einbildung
etc. abtun kann, habe mit Menschen gesprochen, die
mit Engeln Kontakt haben und auch kurze Meditationen
dazu ausprobiert. Ja, ich konnte eine Wirkung spüren
und habe erkannt, dass manche meiner Vorurteile einfach
auf einer „Bildungslücke“ beruhten
oder auf Gefühlskonflikten. Wieder einmal habe
ich dankbar gesehen, wie bereichernd es sein kann,
sich für Neues zu öffnen und ich bin gespannt,
wie es Ihnen mit dieser engelhaften Ausgabe geht.
Mit herzlichen Grüßen,
Abheeti Zeitz
(Wenn Sie die Vorstellung
des neuen Namens noch nicht mitbekommen haben, dann
lesen Sie hier mehr dazu:
Editorial der Ausgabe April/Mai 09 und Editorial
der Ausgabe Juni/Juli 09)
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